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Newsletter 8 | 13.05.2026
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Informationen aus der BAGSO und ihren Mitgliedsverbänden
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Aus Politik und Gesellschaft
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Internationales
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Veranstaltungen
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- Vortrag: Ausländische Haushalts- und Betreuungskräfte – Wie geht das legal? | 19. Mai 2026, 17 bis 18.30 Uhr, online
- Seminar: Freiwillige aller Generationen – Passgenaue Ansprache und Angebote für Jung und Alt | 27. Mai 2026, 13.30 bis 15 Uhr, online
- Workshop: Praxisnahe Methoden in der Klimakommunikation mit älteren Menschen |10. Juni, 10 bis 12 Uhr, online
- Netzwerktreffen: Zukunftsraum Demografie|17. und 18. Juni 2026, Wolfsburg
- Fachtag: Alter gemeinsam gestalten – Seniorinnen und Senioren mit Migrationsgeschichte – Praxis- und Forschungsimpulse | 25. Juni 2026, 9.30 bis 12.45 Uhr, Augsburg
- Landwärts-Fachforum: Was heißt schon alt? Politische Bildung und gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen | 29. bis 30. Juni 2026, Hofgeismar
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Fortbildungen
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Veröffentlichungen / Medien
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Verschiedenes
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Barrierefreiheit in den Sozialen Medien ist eine Voraussetzung für Teilhabe. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) informiert deshalb darüber, wie sich Inhalte mit wenig Aufwand deutlich barrierearmer gestalten lassen. In einem sechsminütigen Video und auf einer begleitenden Webseite gibt der DBSV Tipps – von treffenden Bildbeschreibungen über leserliche Grafiken bis zum richtigen Einsatz von Emojis. Die Webseite liefert zudem vertiefende Infos, beispielsweise dazu, wie Menschen mit Sehbehinderung Screenreader, Braille-Display oder Vergrößerungssoftware nutzen und wo typische Hürden liegen.
Zum Video
Zur Webseite
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Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, hat die im Bundeskabinett beschlossene Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) als unzureichend kritisiert. Der vorliegende Gesetzentwurf schließe zwar punktuell einige Schutzlücken, etwa beim Schutz vor sexuellen Belästigungen. Er werde aber dem Reformbedarf beim Diskriminierungsschutz in Deutschland nicht gerecht und sei unzureichend, insbesondere mit Blick auf europäische Vorgaben und Standards. Auch die BAGSO äußert sich in ihrer Stellungnahme enttäuscht. Lücken im Schutz gegen Altersdiskriminierung blieben bestehen.
Zur Stellungnahme der Antidiskriminierungsstelle
Zur BAGSO-Stellungnahme
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Aus Sicht der Volkssolidarität ist die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken geplante Pflegereform ein Rückschritt für die soziale Gerechtigkeit. Eigenanteile für Pflegeheimbewohnende drohten zu steigen, was zu mehr Armut führen könne. Zugleich würden strengere Maßstäbe bei der Anerkennung von Pflegebedürftigkeit den Zugang zu Leistungen erschweren. Das betreffe besonders Menschen mit beginnendem Unterstützungsbedarf, die dann möglicherweise später oder gar nicht in das Leistungssystem aufgenommen würden. Die Volkssolidarität fordert eine grundlegende Überarbeitung der Reformpläne.
Zur Pressemitteilung
Mehr Informationen
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Was ist nötig ist für eine generationengerechte, sektorenübergreifende Digitalpolitik? Der Fachbeirat Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen (DigiBäM) hat das Empfehlungspapier „Digitale Agenda ohne Ältere? Wege zu einer Digitalpolitik für alle“ veröffentlicht. Darin beschreibt der Fachbeirat, wie Digitalpolitik auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene ältere Menschen einbeziehen kann. Das Empfehlungspapier bietet konkrete Impulse zu digitaler Teilhabe, Partizipation, Bildung, Barrierefreiheit und Cybersicherheit. Der vom Bundesseniorenministerium (BMBFSFJ) geförderte Fachbeirat bündelt Expertise aus Politik, Praxis und Wissenschaft. Die BAGSO ist beim DigiBäM durch ihre Vorsitzende Dr. Regina Görner vertreten. Beteiligt sind auch die BAGSO-Projekte DigitalPakt Alter und Servicestelle „Bildung und Lernen im Alter“.
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Das Schweizer Projekt „Jedes Alter zählt“ hat eine Video-Interviewreihe über Altersdiskriminierung gestartet. Es kommen Menschen aus Forschung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu Wort. Sie sprechen über ihre Perspektiven auf Altersdiskriminierung, Inklusion und Zusammenleben. Die Expertin der ersten Folge ist Nancy Pachana, australische Professorin von der Universität Queensland. Sie erläutert anhand von Alltagsbeispielen, wie es gelingen kann Ageismus entgegenzuwirken. Weitere Episoden der Interviewreihe werden fortlaufend veröffentlicht. „Jedes Alter zählt“ ist ein Projekt des UZH Healthy Longevity Center der Universität Zürich.
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In dem englischsprachigen Artikel „From New York to Geneva: advancing a new international human rights convention for older persons“ im International Journal of Human Rights wird ein detaillierter Überblick über die globalen Anstrengungen hin zu einer UN-Altenrechtskonvention gegeben. Der Artikel erläutert den bedeutenden Wechsel von den Diskussionen bei den Vereinten Nationen in New York hin zu den aktuellen Entwicklungen beim UN-Menschenrechtsrat in Genf. Dort tagte im Frühjahr dieses Jahres erstmals die neue Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung eines international rechtlich verbindlichen Instruments zum Schutz der Menschenrechte Ältere.
Zum Artikel
Zur Internetseite des International Journal of Human Rights
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Das Konzept der „Age-Friendly Cities and Communities“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dient als Rahmen für eine integrierte Altenpolitik auf kommunaler Ebene. Im Vorfeld des 3. Weltkongresses zu altersfreundlichen Städten und Gemeinden (16. bis 18. Juni 2026 in Donostia/San Sebastián, Spanien) nahmen über 100 Akteurinnen und Akteure der kommunalen Altenhilfe-, Sozial- und Stadtplanung an einem deutschsprachigen Online-Austausch teil. Vorgestellt wurden das Konzept der WHO und das Globale Netzwerk altersfreundlicher Städte und Gemeinden sowie verschiedene Unterstützungsangebote für Kommunen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Austausch wurde von der BAGSO-Geschäftsstelle Internationale Altenpolitik in Kooperation mit dem Zukunftsraum Demografie und der Körber-Stiftung organisiert.
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Mit Schlagworten wie „24-Stunden-Betreuung“ oder „Häusliche Pflege 24 Stunden“ werben Vermittlungsagenturen für eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Was für viele ältere Menschen und ihre Angehörigen verlockend klingt, entspricht jedoch vielfach nicht den hierzulande geltenden rechtlichen Regelungen. Hier setzt der kostenfreie Online-Vortrag des Pflegewegweisers NRW an und erklärt: Welche Aufgaben kann eine ausländische Betreuungskraft übernehmen? Welche Beschäftigungsmodelle sind legal, und wie kann eine ausländische Betreuungskraft finanziert werden? Eine Anmeldung ist bis zum 15. Mai 2026 möglich.
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Um Menschen für ein freiwilliges Engagement zu begeistern, gilt es, die unterschiedlichen Interessen und Lebenssituationen zu berücksichtigen. Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) lädt in ihrer digitalen Informationsreihe „#kommunalEngagiert – Aus der Praxis für die Praxis“ dazu ein, sich mit der Kommunikation mit verschiedenen Zielgruppen zu befassen. Teilnehmende des Online-Seminars erfahren, wie sie die Bedürfnisse von Menschen aller Generationen bei Angeboten und bei der Ansprache berücksichtigen. Die Teilnahme ist kostenlos.
Mehr Informationen und Anmeldung
Mehr Informationen zur digitalen Informationsreihe
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Wie gelingt es, mit Älteren über Klimathemen zu sprechen? Welche Methoden stoßen Dialoge an und fördern Beteiligung? Darum geht es in dem Online-Workshop im Rahmen des EU-Projekts „The Climate We Speak – Ältere Menschen engagieren sich für eine wirksame Klimakommunikation“. Der Workshop richtet sich an alle, die mit älteren Menschen arbeiten oder sich für einen generationenübergreifenden Dialog zu Klimafragen einsetzen. Auf dem Programm stehen Vorträge über Methoden, Berichte aus der Praxis – unter anderem vom Kuratorium Deutsche Altenhilfe – und internationale Eindrücke aus dem EU-Projekt.
Mehr Informationen und Anmeldung
Mehr Informationen zum EU-Projekt (in englischer Sprache)
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Das bundesweite Netzwerktreffen bringt Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Politik und Fachpraxis zusammen, um konkrete Lösungsansätze für eine zukunftsorientierte kommunale Demografiegestaltung zu erarbeiten. Die Leitfrage lautet: „Wie kann kommunales Handeln so gestaltet werden, dass es den Herausforderungen des demografischen Wandels vor Ort generationenübergreifend und nachhaltig begegnet?“. Das zweitägige Programm setzt sich zusammen aus Vorträgen, Workshops, Themenforen und Zeit für Austausch. Die Teilnahme am Netzwerktreffen ist kostenfrei, Übernachtungskosten tragen die Teilnehmenden selbst.
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Wie können Seniorinnen und Senioren mit Migrationsgeschichte besser erreicht und unterstützt werden? Darum geht es auf dem Fachtag der Volkshochschule Augsburg – in Vorträgen, bei einer Diskussionsrunde und in praxisnahen Workshops zu Themen wie Digitalisierung, interkulturelle Kompetenz und Pflege. Ziel ist es, Herausforderungen aufzuzeigen und gemeinsam mit den Teilnehmenden Ansätze für eine inklusive Seniorenarbeit zu entwickeln. Die kostenfreie Veranstaltung richtet sich an Fachleute aus Wissenschaft, Praxis und Verwaltung. Anmeldeschluss ist am 18. Juni.
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Das Fachforum der Bundeszentrale für Politische Bildung beschäftigt sich mit gesellschaftlichem Zusammenhalt im Alter, Partizipation und Teilhabe, mit der Rolle (politischer) Bildung im Alter und mit der Frage, wie es den Regionen in ländlichen Räumen gelingen kann, sich zukunftsfest aufzustellen. Der Fokus des Fachforums liegt auf Austausch und Wissenstransfer, Netzwerkbildung und Zusammenarbeit. Die BAGSO hat die Bundeszentrale für politische Bildung im Vorfeld der Veranstaltung beraten und ist aktiv vertreten durch den stellvertretenden Vorsitzenden Karl Michael Griffig und das Projekt Servicestelle "Bildung und Lernen im Alter". Die Teilnahme am Fachforum ist kostenlos.
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Wissen über die Biografien und Lebensweisen von LSBTIQ trägt dazu bei, Pflegeangebote vielfältiger zu gestalten. Der Online-Kurs der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS) sensibilisiert für die Lebenswelten von LSBTIQ und Menschen mit HIV. Er stärkt eine respektvolle Pflegepraxis, die sich an Biografien orientiert. Der kostenfreie Kurs richtet sich an Pflegekräfte, Ausbildende und Auszubildende sowie an Multiplikatoren im Bereich Pflege. Der Kurs kann jederzeit begonnen werden. Nach Abschluss erhalten Teilnehmende ein Zertifikat und acht Fortbildungspunkte für die „Registrierung beruflich Pflegender“.
Direkt zum E-Learning-Kurs
Mehr Informationen zum Thema Gesundheit und Pflege der BISS
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Angehörige müssen oft innerhalb kurzer Zeit weitreichende Entscheidungen für die Pflege von ihnen Nahestehenden treffen. ANNA, der digitale Pflegewegweiser, bündelt erstmals alle Hilfsangebote in Nordrhein-Westfalen. Das Projekt der Verbraucherzentrale NRW hilft Menschen zu Beginn einer Pflegesituation und Angehörigen, die schon länger pflegen. Der digitale Wegweiser deckt zwölf Themen ab, wie praktisches Pflegewissen, Gesundheit und Prävention oder Hilfe im Alltag. Zu jedem Thema finden Ratsuchende Anlaufstellen in NRW, kostenlose, wohnortnahe Beratungsangebote, Unterstützung durch Dienstleistende und Fachstellen, Checklisten für die nächsten Schritte und wichtige Formulare zum Download.
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Die Verbraucherzentralen registrieren immer wieder Beschwerden über fragwürdige Praktiken im Pflegebereich. Da die rechtlichen Ansprüche je nach Pflegegrad komplex sind, nutzen unseriöse Dienstleister diese Unsicherheit schamlos aus: Teure Hilfe beim Pflegeantrag, untergeschobene Verträge für Hilfsmittel oder versteckte Abtretungserklärungen sind Beispiele dafür. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen zeigt, wie sich Pflegebedürftige und Angehörige vor unseriösen Angeboten in der Pflege schützen können. Er gibt einen Überblick über die häufigsten Maschen und beschreibt, wie man die Kontrolle behält.
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Der Ratgeber der Verbraucherzentrale NRW stellt die verschiedenen Rentenarten sowie den Weg zur Antragstellung verständlich vor und klärt über Steuern und Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung auf. Außerdem beschreibt er, welche Geldanlagen auch im Ruhestand sinnvoll und welche Versicherungen weiterhin wichtig sind. Der Ratgeber hat 240 Seiten und kostet 24 Euro, als E-Book 19,99 Euro. Er kann online oder telefonisch unter 0211 91380-1555 bestellt werden. Außerdem ist er in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen und im Buchhandel erhältlich.
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Kurzfristige Kündigungen, falsche Abrechnungen oder untergeschobene Verträge: Die Verbraucherzentralen untersuchen Missstände in der ambulanten Pflege und bitten um Unterstützung. Sie suchen Erfahrungsberichte zu Problemen mit Kündigungsfristen oder dem Kleingedruckten, zu Unstimmigkeiten bei der Abrechnung, zu Abtretungserklärungen, Schwierigkeiten bei der Kommunikation und zu Problemen mit Drittanbietern. Betroffene können ihre Erfahrungen über ein Online-Formular schildern.
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Als Veranstaltungsort anmelden und mitmachen: Für das Europäische Filmfestival der Generationen können sich Kommunen, Kinos, Mehrgenerationenhäuser oder Seniorenorganisationen Filme ausleihen und im Oktober und November 2026 eigene Vorführungen organisieren. Die Filme beschäftigen sich mit Alter und Kindheit, Inklusion, Migration, Klimawandel und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Organisatorin der Veranstaltung ist die Katholische Hochschule Freiburg. Die BAGSO unterstützt das Festival: Schirmherr ist der Gerontologe Prof. Andreas Kruse aus dem BAGSO-Vorstand. Eine Anmeldung ist bis Ende Juli möglich.
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